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Künstliche Befruchtung

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bild_kuenstliche_befruchtung_familie11104946_7_400Foto DAKGesundheit

Hilfe für ungewollt kinderlose Paare

Ein unerfüllter Kinderwunsch kann für Paare zu einer schweren Belastung werden. Die moderne Reproduktionsmedizin erhöht die Chance auf eine Schwangerschaft.

Methoden

Zur häufigsten Methode der künstlichen Befruchtung zählt die In-vitro-Fertilisation (IVF). Dabei werden die Eizelle der Frau und die Samenzellen des Mannes in einem Reagenzglas zusammengebracht. Bei einer erfolgreichen Befruchtung setzt der Arzt die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter.

Sollten die Spermien zu unbeweglich sein, kann der Arzt eine Samenzelle mit Hilfe einer sehr feinen Nadel direkt in die Eizelle injizieren. Dieses Verfahren heißt Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Die durchschnittlichen Erfolgsraten von IVF und ICSI liegen für jeden Behandlungszyklus bei 15 bis 20 Prozent. Die individuellen Erfolgsaussichten sind allerdings sehr unterschiedlich, deshalb ist eine gründliche ärztliche Beratung und Diagnose wichtig.

Eine gute Übersicht zum Thema künstliche Befruchtung bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Seite: www.familienplanung.de/kinderwunsch

Das zahlt die DAK-Gesundheit

Die DAK-Gesundheit bezahlt einen Teil der Kosten für die Kinderwunsch-Behandlung. Dabei sind ihr, wie allen anderen Krankenkassen auch, enge Grenzen gesetzt:

  • Das Paar muss verheiratet sein.

    Beide müssen mindestens 25 Jahre alt sein, die Ehefrau darf das 40. Lebensjahr, der Ehemann darf das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

  • Es dürfen nur Ei- und Samenzellen des Ehepaars verwendet werden. Für eine künstliche Befruchtung durch einen Samenspender dürfen beispielsweise keine Kosten übernommen werden.
  • Der behandelnde Arzt muss eine vertragliche Zulassung für die Kinderwunsch-Behandlung haben und gute Chancen sehen, dass die Frau durch die künstliche Befruchtung schwanger wird.

Treffen diese Voraussetzungen zu, übernimmt die DAK-Gesundheit in der Regel 50 Prozent der Kosten für maximal drei Versuche der künstlichen Befruchtung. Diese Kosten werden für den Ehepartner erstattet, der bei der DAK-Gesundheit versichert ist.
Den verbleibenden Eigenanteil von 50 Prozent müssen Versicherte selbst tragen. Hierzu erhalten Versicherte vom Arzt eine Rechnung.

Vor Behandlungsbeginn benötigt die DAK-Gesundheit einen Behandlungsplan des Arztes, der geprüft und genehmigt werden muss.

Neu: Kostenübernahme bei Ehepaaren, die beide bei der DAK-Gesundheit versichert sind

Seit dem 01.09.2014 erstattet die DAK-Gesundheit für Ehepaare, die beide bei der DAK-Gesundheit versichert sind, zusätzlich zum gesetzlichen Kostenanteil von 50 Prozent nun auch den 50- prozentigen Eigenanteil. Dies gilt für bis zu drei Behandlungsversuche.
Diese Mehrleistung wird für alle gesetzlich berechnungsfähigen Leistungen im Zusammenhang mit der Kinderwunsch-Behandlung gewährt.

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an die Berater Ihres Servicezentrums.

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