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Pflege in Not – Lösung kann nur gesamtgesellschaftlich erfolgen

Fast jeder von uns ist schon einmal mit dem Thema Pflege in Berührung gekommen. Sei es nur, wenn uns eine akute Erkrankung daran hindert, unseren Tagesablauf wie gewohnt zu gestalten und wir auf die Hilfe von Anderen angewiesen sind; sei es, wenn Großeltern, Eltern, Angehörige zum Pflegefall werden und sich spätestens dann die Frage stellt, wie das Leben nun organisiert werden kann, sagt Marianne Förster von der DAK Mitgliedergemeinschaft.

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Marianne Förster

Hier beginnen dann oft die Probleme: Es muss entschieden werden, ob die Pflege im häuslichen Umfeld erfolgen kann, oder ob die Unterbringung in einem Pflegeheim sinnvoller ist. Wer sagt uns, welcher Pflegedienst sich gut um unsere Lieben kümmert oder welches Pflegeheim am geeignetsten ist? Die DAK Gesundheit bietet ihren Versicherten bei der Bewältigung dieser einschneidenden Veränderung im Leben Hilfe an, diese kann in den Pflegestützpunkten oder aber auch online erfragt werden. Eines kann aber auch unsere Krankenkasse nicht: sie kann die notwendigen grundlegenden Strukturveränderungen in der Pflegeversicherung nicht vornehmen, sondern immer nur wieder ansprechen.

Auch die Politik ist sich dieses Themas hinreichend bewusst, spätestens seit Beispiele von Missständen in der Pflege öffentlich diskutiert wurden. Der Koalitionsvertrag der neuen Regierung sieht nun verschiedene Maßnahmen vor; es soll ein Sofortprogramm gestartet werden, mit dem unter anderem 8.000 neue Fachkraftstellen für die medizinische Behandlungspflege in Pflegeeinrichtungen geschaffen werden sollen. Diese sollen in vollem Umfang über die GKV finanziert werden.

Natürlich ist dieser erste Schritt zu begrüßen, aber abgesehen davon, dass angesichts von ca. 13.600 Pflegeheimen in der Bundesrepublik Deutschland 8.000 neue Stellen ein Tropfen auf den heißen Stein sind, kann es auch nicht sein, dass die Finanzierung einzig und allein von den Versicherten getragen wird.

Der demographische Wandel ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die nur gelöst werden kann, wenn auch weiterführende Ideen zur Finanzierung in Betracht gezogen werden.

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